Teneriffa: Auf den Teide ohne Seilbahn

Dieser Artikel ist am 12. April 2013 von Leonie bei Noticias7.eu veröffentlicht worden

 


 

 

Wandern bei Sonnenaufgang

Einige Monate des Jahres verbringe ich auf Teneriffa, einer Insel mit den vielfältigsten Wandermöglichkeiten. Mittlerweile kenne ich in sämtlichen Regionen der Insel wunderschöne Wandertouren. Doch immer wenn sich wieder einmal Besuch angekündigt hat, ist die Zeit für mich gekommen, über eine erneute Teide Besteigung nachzudenken. Jeder Besucher, der die Insel anfliegt, sieht bereits von weitem den mächtigen und beeindruckenden Gipfel des Teide. Daher verwundert es mich überhaupt nicht mehr, dass die erste Frage der frisch Eingetroffenen zumeist lautet: „Na, wann gehen wir denn auf den Teide?“

 

Der leichteste Weg auf den größten Vulkanberg der kanarischen Inseln, den Teide (3718 m) zu gelangen, ist der mit der Seilbahn. Um von der Bergstation auf den Gipfel zu wandern, ist vorab im Internet oder in der Geschäftsstelle des Nationalparks in Orotava eine Genehmigung einzuholen. Wegen des aus Naturschutzgründen limitierten Zugangs zum Gipfel, empfiehlt es sich eine Tour rechtzeitig zu planen und auch die Genehmigung frühzeitig zu beantragen. Nachdem ich mit einigen Besuchern die Seilbahnvariante (Teide mit Seilbahn) mit Gipfelgenehmigung ausprobiert hatte, wollten mein Besuch und ich im letzten November die Wandertour mit Übernachtung im Refugio Altavista angehen. Auch sind Hunde in der Seilbahn (Teleférico) verboten, so dass es für uns Hundebesitzer sehr schnell klar war: Dieses Mal verzichten wir auf die bequeme Seilbahnfahrt.

 

Wir hatten damit bewusst die weitaus sportlichere und für Halter und Hund angenehmere Art gewählt, um auf den Gipfel des Teide zu gelangen. Wir wollten den Wanderweg benutzen, den in Teilen bereits im Jahr 1799 Alexander von Humboldt bei seiner Expedition gegangen war. Doch diese Tour musste gut vorbereitet werden. Bei einer eher langsamen Variante mit ungefähr 18 Stunden ist eine Übernachtung in der Berghütte Altavista einzuplanen. Auch diese Buchung ist per Internet möglich. Der Aufstieg auf den Teide ist bei Übernachtung in der Hütte auch ohne Genehmigung möglich, sofern der Höhenweg bis 9 Uhr wieder verlassen wird. Möchte man ein wenig länger auf dem Gipfel verweilen, ist eine Genehmigung einzuholen. „Ausgerüstet“ waren wir sowohl mit einer Gipfelgenehmigung als auch mit einer angemeldeten Übernachtung in der Altavista Hütte. „Da kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen“, ließen meine Freunde frohgemut verlauten.

 

k-Teide 006

 

Da wir den Sonnenaufgang auf dem Teide Gipfel erleben wollten, hatten wir den Aufstieg zur Altavista Hütte am Tag zuvor eingeplant. Heute weiß ich, dass es auch ohne Übernachtung in der Hütte geht. Dann muss der Teide Besteiger jedoch über eine gute Kondition verfügen, so dass der Aufstieg auch in einem Tag bzw. während der Nacht ohne Übernachtung angegangen werden kann. Mit meinen Freunden und Hund wollten wir uns für die lange Wanderung jedoch ausreichend Zeit nehmen und planten daher zwei Tage ein.

 

So fuhren wir an einem sonnigen Novembertag gegen Mittag quer durch den Teide Nationalpark auf der Canadas Straße an der Bodenstation der Seilbahn vorbei, um in der Nähe der Montana Blanca nach einem Parkplatz zu suchen. Wir suchten ungefähr 2 Kilometer hinter der Bodenstation der Seilbahn in Richtung El Portillo (2350 m) einen Parkplatz. Bei Kilometer 40, bei dem der Wanderweg links von der Straße startet, sind mehrere Parkplätze vorhanden. Leider waren diese Plätze an jenem Tag bis auf das letzte Plätzchen besetzt, so dass wir einen anderen Parkplatz am Straßenrand finden mussten und ein wenig weiter laufen durften. „Das fängt ja gut an. Na ja, die paar hundert Meter mehr werden wir auch noch schaffen“, witzelte meine Freundin fröhlich.

 

Als wir aus dem Wagen stiegen, merkten wir, dass es in dieser Höhe trotz Sonne bereits recht kühl war. Gut, dass wir gute warme Kleidung dabei hatten. Ohne Mütze und Handschuhe ging in dieser Höhe gar nichts mehr. Ausgestattet mit Wasser, Essen, Hundefutter und noch zusätzlichen warmen Anziehsachen konnte die Tour mit vier Erwachsenen und unserem Labrador Lasko beginnen.

 

Teide Ei

Teide Ei

 

Zunächst ging es auf einem breiten ausgeschilderten Fahrweg in Richtung Teide, dem wir gemütlich bergan durch die hellbeigen Bimssteinhänge folgten. Verlaufen konnten wir uns nicht. In gemäßigt ansteigenden weiten Serpentinen verlief der breite Weg weiter den Hang zur Montana Blanca hinauf. Links und rechts tauchten nach einiger Zeit immer häufiger die sogenannten schwarzen Teide Eier (Huevos del Teide) auf. Das sind Felsen aus schwarzem Gestein, die wie große Eier in der Landschaft stehen und sich beeindruckend gegen den weißen Bimsstein abheben.

 

Langsam machte sich die Höhe doch mehr und mehr bemerkbar. Es blies uns ein kalter Wind ins Gesicht, der selbst dem Hund die Ohren hochfliegen ließ.

 

Fliegende Hundeohren

Fliegende Hundeohren

 

Nach gut einer Stunde und zwanzig Minuten näherten wir uns dem Gipfel der Montana Blanca. Dort zweigte in Höhe von ungefähr 2700m rechts der Pfad zum Refugio de Altavista ab. Jetzt begann für uns die richtige „Kraxelei“. Eine gute halbe Stunde ging es sehr steil in schmalen Serpentinen den Berghang hinauf. Darauf waren wir eingestellt, nicht aber auf den plötzlich einsetzenden Schlagregen. „Den hat uns der Wetterbericht verschwiegen“, grummelte mein Freund vor sich hin. Ab sofort musste jeder Schritt sorgfältig gesetzt werden, da der nasse Fels recht glitschig war. Auf dem rutschigen felsigen Untergrund schraubten wir uns Serpentine um Serpentine nach oben. Dennoch hatten wir Glück im Unglück, da es nur regnete und nicht auch noch schneite, was in dieser Höhe um die Jahreszeit durchaus keine Seltenheit wäre.

 

Regenbogen über Montana Blanca

Regenbogen über Montana Blanca

 

Nach einen sich lang und nass anfühlenden Zeit erreichten wir eine kleine Hochebene mit Felsblöcken, die Estancia de los Ingleses (Aufenthalt der Engländer). Kurz danach kamen wir auf eine ähnliche Ebene, die Estancia de los Alemanes (Aufenthalt der Deutschen) heißt. Bei-de Plätze boten sich für eine kleine Verschnaufpause mit einem kleinen Picknick an – und beide Plätze nahmen wir dankbar an. Nicht dass wir bei der Nässe Lust auf ein Picknick verspürt hätten, aber eine kleine Verschnaufpause um Wasser zu trinken, tat allen recht gut. Mit zunehmender Höhe kamen wir über die Wolken und auf den Felsen und Steinen um uns herum, tauchte nach und nach ein wenig Eis auf. Jetzt musste jeder Schritt noch ein wenig sorg-fältiger gesetzt werden, denn die Pfade waren schmal und es ging auf der dem Hang abgewandten Seite recht steil bergab.

 

Beim Aufstieg wölkt es zu - siehe Hintergrund

Beim Aufstieg wölkt es zu – siehe Hintergrund

 

Wir durchnässten mehr und mehr und auch der Wind schlug uns zunehmend eisiger entgegen. Die angenehme Wärme der Südküste konnten wir hier oben nicht mehr spüren. So kalt und nass hatten wir es uns denn doch nicht vorgestellt. So lernten wir, dass in dieser Höhe grundsätzlich mit schnellen Wetterumschwüngen, Regen, Sturm und Schnee zu rechnen ist. Tapfer kämpften wir weiter bergan. Am wohlsten fühlte sich noch unser Hund Lasko, obwohl auch ihm das Eis zwischen den Ballen unter der Pfote langsam ein wenig zu schaffen machte. Er humpelte von Zeit zu Zeit und ich entfernte ihm die Eisbröckchen zwischen den Pfotenballen.
Nach diesem ersten steilen Aufstieg überquerten wir in ungefähr einer Viertelstunde ein etwas flacheres Ginsterfeld. Dann standen wir vor dem nächsten Hang. Von hier konnte ich bereits sehen, dass es nun richtig steil bergauf gehen würde. Und ich hatte mich nicht getäuscht. Es ging noch einmal sehr steil auf Geröll und rutschigen regennassen Steinstufen auf einem schmalen Pfad in Serpentinen hinauf zum Refugio de Altavista (3260 m), das wir nach unge-fähr einen halben Stunden erreichten. Diese letzte halbe Stunde des ersten Tages war für uns Menschen und unseren Hund Lasko richtig hart. Auch Lasko musste noch zum Schluss des ersten Wandertages an diesem Hang seine Kletterkünste unter Beweis stellen. Seine eine Pfote riss ein wenig ein und blutete. Er lief mit einem überzogenen alten Ersatzstrumpf, den wir eigentlich für uns dabei hatten, weiter. Ein Labrador ist hart im Nehmen. Das stellte an jenem Tag Lasko einmal mehr unter Beweis. Mich veranlasste diese Erfahrung bei späteren ähnlichen Touren, dem Hund Hundeschuhe überzuziehen, die ihn nicht nur vor Eis, sondern auch vor spitzen Felsbrocken schützen.

 

über den Wolken

über den Wolken

 

Wir waren alle sehr glücklich, als die Hütte plötzlich unmittelbar – ohne dass wir sie vorher gesehen hätten – vor uns auftauchte. Durchnässt und durchgefroren freuten wir uns auf einen gastlichen Platz. Wir dachten, dass nun ein gemütlicher warmer Hüttenabend auf uns warten würde. Leider lagen wir mit dieser Annahme nicht ganz richtig. Zunächst musste ich feststel-len, dass man sich vielleicht doch nicht auf Meinungen, die in irgendwelchen Internetforen geäußert werden, verlassen sollte. Dort hatte ich gelesen, dass Hunde auf der Hütte Altavista willkommen seien. Da ich auf der Homepage von Altavista auch nichts Gegenteiliges gelesen hatte, hatte ich mich darauf verlassen, dass auch Lasko will sein würde.

 

Leider machte mir der Hüttenwirt auf eine sehr unfreundliche Art sehr schnell klar, dass er keine Hunde in der Hütte dulden würde. Auch nicht im Flur oder in der geräumigen Vorhalle. Ich sollte den Hund nach draußen in den Regen bringen. Da die Temperaturen unter null Grad waren, war Laskos Fell vereist. Dennoch sollte der Hund nicht einmal in einer Ecke im Vor-raum bleiben dürfen. Ich war enttäuscht und auch andere Hüttengäste schauten entsetzt über das Verhalten des Hüttenwirts. Draußen hatte mittlerweile die Dunkelheit eingesetzt, so dass ich auch nicht mehr zurückgehen konnte, obwohl ich das in dem Moment sehr gerne getan hätte. Es blieb mir nur, das Beste aus der Situation zu machen.

 

Wir stellten fest, dass der Hüttenwirt nicht nur zu dem Hund nicht besonders freundlich war. Er ließ alle seine frierenden durchnässten Gäste recht lange in dem kalten Vorraum warten, bis er gegen 17.00 Uhr betont langsam den eigentlichen Hüttenraum öffnete. Nach einigem hin und her mit dem vor sich hin schimpfenden Hüttenwirt durfte der Hund letztlich die Nacht im Windfang der Hütte verbringen. Allerdings sollte die Tür nach draußen aufbleiben. Der Grund blieb mir verschlossen. Die Tür leider nicht. Immerhin bekam der Hund dann doch eine alte Decke vom grummelnden Hüttenwirt persönlich vor die Pfoten geschmissen.

 

Hund muss draußen bleiben

Hund muss draußen bleiben

 

Ich weiß nicht, ob wir an jenem Tag nur durch Zufall einen schlecht gelaunten Hüttenwirt erlebten oder ob die etwas unfreundliche Behandlung von Gästen auf Altavista üblich ist. Wir machten das Beste aus der Situation, aßen und tranken die mitgebrachten Sachen und unterhielten uns recht angenehm mit den vielen anderen Wanderern. Unsere Mithüttenbewohner für eine Nacht, verzerrten gemeinsam bei Gemurmel in allen möglichen Sprachen ihre mitge-brachten Speisen und versuchten, ihre Kleidung trocken zu bekommen. Es war ziemlich kalt und blieb auch so, da nur eine kleine Heizung die gesamte Hütte beheizen sollte. Decken zum Schlafen für Zweibeiner waren zum Glück in ausreichender Anzahl vorhanden. Für Leute, die nichts zum Trinken dabei hatten, gab es Getränke aus dem Automaten kaufen. Und auch Internet gibt es auf Altavista für jeden Wanderer für eine kurze begrenzte Zeit zur freien Verfügung.

 

Ich selber schlief die Nacht in dem stickigen Gemeinschaftsschlafsaal so gut wie überhaupt nicht. Ab und zu stand ich auf und schlich zu meinem Hund, der im kalten Windfang lag. Er hatte sich eingerollt und sich anscheinend mit der Situation abgefunden. Ich machte mir wahrscheinlich mehr Sorgen um ihn, als er um die kalte Schlafstelle.

 

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Nach einer Nacht, in der wir kaum geschlafen hatten, machten wir uns mit all den anderen Hüttengästen gegen 6.00 Uhr auf und begaben uns auf den Aufstieg zum Teidegipfel. Links der Altavista Hütte führt der Weg durch einen Lavastrom weiter zur Bergstation der Seilbahn. Nach 20 Minuten kamen wir an einer Eishöhle (Cueva de Hielo) vorbei. Auch diese Eishöhle hat bereits Alexander von Humboldt in seinen Aufzeichnungen über seine Teneriffareise im Jahr 1799 erwähnt.

 

Wir hielten uns weiter auf dem Weg und hätten nun bei Licht den Teide Gipfel vor uns sehen müssen. Doch wir wanderten noch in der Dunkelheit. Nach einer halben Stunde erreichten wir die Rambleta, eine Hangverflachung, an der wir auf einen Panorama Weg gelangten, der uns links zur Bergstation der Seilbahn führte.

 

Ausblick vom Gipfel über die kanarischen Inseln

Ausblick vom Gipfel über die kanarischen Inseln

 

Von hier dauerte es noch eine Viertelstunde zur Bergstation der Teide Seilbahn (3555 m). Kurz vor der Station zweigt rechts der Weg zum Gipfel ab. Wir gingen auf einem teils gepflasterten Weg nun steil hinauf zum Gipfel. Diesen letzten Teil der Tour kannte ich bereits von den Besteigungen nach der Fahrt mit der Seilbahn. Je nach Tageszeit und Wetterlage bie-ten sich von hier fantastische Ausblicke auf die Caldera (Kraterrand des mächtigen Vorgängers des Teide) und weit über Teneriffa hinaus. Den Krater mit Schwefeldämpfen ließen wir links liegen und gelangten mit ein wenig Kraxelei nach gut einer halben Stunde auf den Gipfel, Pico del Teide (3718 m).

 

Fantastisch ist es dort oben auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben. Ein einmaliges beeindruckendes Erlebnis, das kein Teilnehmer so schnell vergessen wird. Der Sonnenaufgang über der Inselwelt mit einem fantastischen Ausblick, der weit über Teneriffa hinausgeht, entschädigte für alle Strapazen beim Aufstieg. Für Wanderer, die noch ein wenig länger verweilen oder am Tag den Teide besteigen, bieten sich in allen Richtungen bei Wolkenfreiheit die allerschönsten Ausblicke.

 

Gipfelkraxelei

Gipfelkraxelei

 

Wir benötigten unsere Gipfelgenehmigung nicht, da es nach einiger Zeit doch reichlich kalt wurde und wir relativ zügig wieder an den Abstieg dachten. Dennoch war es gut, dass wir den Aufstieg noch gerade im November geschafft hatten. In den Folgemonaten lag ziemlich viel Schnee auf dem Teide und wir hätten bis April warten müssen. Wer nicht den Gipfel im Schnee erklimmen möchte, sollte die Besteigung möglichst zwischen April und November terminieren.

 

Wandern bei Sonnenaufgang

Wandern bei Sonnenaufgang

 

Einige Mitwanderer gingen zurück zur Seilbahnstation und fuhren mit der Teleferico zurück zur Bodenstation. Doch wir stiegen den gleichen Weg, den wir gekommen waren, wieder hin-ab. Die Sonne war aufgegangen und es bot sich uns ein fantastischer Ausblick über den gesamten Norden der Insel. Auf dem Rückweg erstrahlten die weißen der Berge der Montana Blanca in rötlichem Licht. Die grauen Regenwolken des letzten Tages waren wie weggeblasen und ein strahlend blauer Himmel wölbte sich über uns auf unserem Abstieg.

 

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Gegen Mittag erreichten wir den Parkplatz und waren glücklich, dieses Mal ganz ohne Seil-bahn ausgekommen zu sein. Eine lange Wanderung lag hinter uns, die wir bestimmt noch einmal wiederholen werden. Doch wir haben uns ganz fest vorgenommen, ein wenig zu trai-nieren, damit wir die nächste Besteigung in einem Tag und ohne Übernachtung in der Hütte schaffen können.

 

Informationen:

 

Seilbahn:

 

Die Teleferico kostet 45 € und ist von 9 bis 17.00 Uhr in Betrieb. Bei schwierigen Wetterverhältnissen fährt sie nicht. Um von der Bergstation auf den Gipfel zu wandern, ist vorher im Internet eine Genehmigung (www.reservasparquesnacionales.es) oder in der Geschäftsstelle des Nationalparks in Orotava einzuholen. Wegen des aus Naturschutzgründen limitierten Zugangs zum Gipfel, empfiehlt es sich die Tour rechtzeitig zu planen und auch die Genehmigung frühzeitig zu beantragen.

 

Wanderung:

 

Höhenunterschied: 1370 Höhenmeter vom Ausgangspunkt Parkplatz an der Canadas Straße bis zum Pico del Teide. Bis zum Refugio de Altavista sind es bereits knapp 900 Höhenmeter.

 

Anforderung Mensch: schwer: Zwar sind alle Wege gut beschildert, häufig breit und im Allgemeinen gut zu gehen. Jedoch handelt es sich um eine sehr lange Tour mit einem Anstieg von über 1300 Metern. Selbst bei einer Übernachtung im Refugio de Altavista, sind viele Höhenmeter zu überwinden. Der Weg fängt als gemütlicher Fahrweg an, wird aber mit zunehmender Tour enger, steiler und geröllig. Auch sollte das Wetter nicht unterschätzt werden. In der Höhe muss im ganzen Jahr mit niedrigen Temperaturen, ab und zu auch Eis und Schnee gerechnet werden. Bei schlechtem Wetter und Sturm ist von der Gipfelbesteigung unbedingt abzuraten. Wer ohne Hund unterwegs ist, kann die Tour auf Hin- oder Rückweg auch mit der Seilbahn kombinieren.

 

Anforderung Hund: schwer. Wer mit Hund unterwegs ist, hat hier eine wunderschöne, allerdings auch sehr lange und anstrengende Wanderung gewählt. Der Hund sollte daher über die entsprechende Kondition verfügen. Er muss die Kälte auf der Höhe abkönnen und auch ein wenig das Klettern lieben. Wasser gibt es unterwegs ausschließlich im Refugio de Altavista, so dass auch an Wasser für den Hund unterwegs zu denken ist. Zu beachten ist, dass Hunde in der Hütte Altavista nicht willkommen sind. Wenn der Hund keine Probleme damit hat, allein im Windfang der Hütte die Nacht auf einer Decke verbringen, ist die Besteigung gut mit einem Hund möglich.

 

Startpunkt: Parkplatz an der TF 21 an der Canadas Straße am Kilometer 40 ca. zwei Kilometer hinter der Seilbahnbodenstation Richtung El Portillo

 

Zeit: Allgemeine Zeitangaben für die Besteigung des Teidegipfels sind schwer vorhersagbar. Bis zum Gipfel Pico del Teide werden durchschnittlich ca. 5 (+/-) Stunden einzuplanen sein. Nicht eingerechnet sind Rast- und Ruhezeiten (z. B. im Refugio de Altavista). Die genauen Zeiten schwanken, wie bei jeder Tour, entsprechend der vorherrschenden Wetterlage und der persönlichen Konstitution der Wanderer.

 

Allgemeine Hinweise: Wichtig ist bei einer Gipfelbesteigung an die zu beantragende Genehmigung zu denken. Im Internet unter http://www.reservasparquesnacionales.es oder in der Geschäftsstelle des Nationalparks in Orotava ist diese unter Vorlage von Passkopien bzw. unter Angabe Ihrer Passdaten erhältlich. Wegen des aus Naturschutzgründen limitierten Zugangs und des Andrangs auf den Gipfel, empfiehlt es sich, die Tour rechtzeitig zu planen und auch die Genehmigung frühzeitig zu beantragen. Bei Übernachtung in der Hütte Altavista ist keine Genehmigung erforderlich, sofern der Höhenweg bis 9.00 Uhr in der Frühe wieder verlassen wird.

 

Die rechtzeitige Anmeldung gilt auch für die Übernachtung im Refugio de Altavista. Für 20 € die Nacht kann der Wanderer in einem Gemeinschaftsschlafzahl mit zur Verfügung gestellten Decken schlafen (insgesamt 60 Betten). Im Refugio können Speisen gewärmt werden. Trinkwasser gibt es dort nicht, allerdings nicht gerade günstige Getränke aus Automaten. Der Internetzugang ist für kurze limitierte Zeit für jeden Besucher frei. Danach muss der Zugang zum Netz bezahlt werden.

 

Wegen der Kälte in der Höhe ist ganzjährig feste warme Kleidung erforderlich. Auch Handschuhe und Mützen sind neben ausreichender Verpflegung und Wasser nicht verzichtbar. Bei Aufstiegen am späten Abend, in der Nacht oder bei Wanderungen am frühen Morgen vom Refugio de Altavista, ist eine Taschen- oder Stirnlampe unverzichtbar.

 

 

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